Als die Echte unter ihren Arten wird die Aloe Vera Barbadensis angesehen. Einst in Arabien beheimatet, wird sie nun in tropischen und subtropischen Gefilden wie der Karibik und Teilen Asiens kultiviert. Aloe Vera Barbadensis präsentiert sich nicht nur in einem orientalischen Flair mit gelegentlichen roten oder gelben Blütenständen, sondern besticht auch durch ihre heilende sowie kosmetische Wirkung. Ihre fleischigen Blätter zählen zu den Immergrün-Pflanzen, die mittlerweile auch den Weg in die heimischen Gärten Europas gefunden haben. Mit dieser Pflege-Anleitung kann die Aloe Vera Barbadensis auch Ihnen ganzjährig Freude bereiten und bei Bedarf sich vermehren lassen.

Diese Pflanze fühlt sich sowohl im Blumenbeet als auch im Blumenkübel wohl. Vom seltener vorkommenden Blütenstand geht ein leicht süßlicher, exotischer Geruch aus, der die Sinne betört und die Umgebung mit seinem orientalischen Charakter verzaubert. Sie zählt zwar nicht zu den winterharten Gewächsen, aber an einem frostfreien Ort, lässt sie sich einfach überwintern, damit sie in den folgenden Jahren von Frühjahr bis Herbst Ihrem Garten oder Balkon mit einem ganz besonderen Charme füllt. Oder vielleicht möchten Sie zukünftig Ihre Haut- und Wundcremes selbst herstellen? Dann sollten Sie wissen, wie Sie die Aloe Vera Barbadensis einfach vermehren können. Alles Wissenswertes von der Pflege über Schädlingsbekämpfung bis zur Vermehrung erfahren Sie in dieser detaillierten Pflege-Anleitung für die Aloe Vera Barbadensis.

Steckbrief

  • Pflanzenfamilie: Grasbaumgewächse (Xanthorrhoeaceae)
  • Unterfamilie: Affodillgewächse (Asphodeloideae)
  • Gattung: Aloen
  • Art: Echte Aloe
  • Trivialnamen: Aloe Vera, Wüstenlilie, Aloe vulgaris
  • Herkunft: arabische Halbinsel
  • Agave-ähnliche Pflanze mit stacheligen Blattguppen
  • Wuchshöhe: 40 Zentimeter bis 100 Zentimeter
  • Blütezeit: Frühjahr
  • Rote oder gelbe Blütenstände mit leicht süßlich, orientalischen Duft
  • Graugrüne bis rötliche lanzettlich-verjüngte Laubblätter
  • Zier- und Heilpflanze

Aloe Vera barbadensis

Die Aloe Vera Barbadensis wurde schon zu Zeiten des alten Ägyptens als Nutzpflanze erwähnt. Im Jahre 1620 nannte der Schweizer Botaniker diese „Aloe vulgaris. Erstmals wurde von  dem Wissenschaftler Carl von Linné die Aloe perfoliata, die spätere Aloe Vera, im Jahre 1753 beschrieben. während diese letztendlich durch den englischen Gärtner und Botaniker Philip Miller im Jahre 1768 als „Aloe Vera Barbadensis (Miller)“ der Welt verkündete, da es nunmehr zahlreiche verschiedene Arten der Aloe Vera gab. Heute sind es rund 300 Arten, wobei die Aloe Vera Barbadensis die „Echte“ ist.

Pflege-Anleitung

Die Aloe Vera Barbadensis ist eine anspruchslose Pflanze, die nicht viel Aufmerksamkeit benötigt, wenngleich sie original nicht aus der europäischen Region stammt, sondern ursprünglich als sogenannte Wüstenpflanze ausschließlich warme Temperaturen gewohnt ist.

Standort

Die Aloe Vera Barbadensis benötigt während der Freiluftkultivierung einen warmen und sonnigen sowie trockenen Standort. Dies ist die Grundvoraussetzung für ein prächtiges, gesundes Gedeihen. Ein halbschattiger Standort kann zudem gewählt werden, sofern die Temperaturen stabil und durchgehend warm sind.

Bodenbeschaffenheit

Für das Einpflanzen im Garten empfiehlt es sich eine Bodenbeschaffenheit zu wählen, in der sich die Aloe Vera Barbadensis besonders wohl fühlt und dies mit großzügigem Wachstum sowie eventuellen farbenprächtigen Blütenständen belohnt. Folgende Eigenschaften sollte die Pflanzenerde besitzen:

  • mineralhaltig
  • lehmig oder sandhaltig
  • kalkhaltig, wenn lehmiger oder sandiger Boden nicht gegeben ist
  • gut durchlässig
  • Boden pH-Wert von 6,0 bis 7,2.

Sie sollten darauf achten, dass Wasser gut ablaufen und der Boden abtrocknen kann. Die Aloe Vera Barbadensis verträgt keine Staunässe und schnell kann es zur Wurzelfäule kommen. Ein Boden, der nahe an einem Teich oder ähnlichem Gewässer befindet, ist entsprechend ungeeignet.

Substrat

Für ein ungestörtes und kräftiges Pflanzenwachstum, bietet ein nährstoffreiches Substrat eine wichtige Grundlage, vor allem für Kübel- und Blumentopfpflanzen, da hier meist die natürliche Nährstoffversorgung nicht oder nur geringfügig gegeben ist.

Ein nährstoffreiches Substrat bildet eine der Grundlagen für ein erfolgreiches Pflanzenwachstum.

Es empfiehlt sich auf hochwertige Produkte zurückzugreifen, wie zum Beispiel Einheitserde CL Classic Perl. Für mehr Durchlässigkeit sorgen neben der Nährstoffversorgung zudem Weißtorf oder Perlite. Diese halten den Boden locker und verbessern zudem die Stabilität der Pflanzenstruktur. Alternativ können umweltbewusste Hobby-Gärtner anstatt Torf auch beispielsweise „CL Classic T“ benutzen, das auf Natur-Ton, Rindenmulch sowie Holzfasern und Kokospeat basiert.

Pflanzen

Kälteempfindliche Pflanzen wie die Aloe Vera Barbadensis sollten nicht eingepflanzt oder nach draußen gebracht werden, wenn noch Bodenfrost auftreten kann. Optimal eignet sich eine Einpflanzzeit ab Mitte Mai. Dann sind die Eisheiligen vorüber und Bodenfrost ist nicht mehr zu erwarten. Wer vorzeitig einpflanzen möchte, kann die Aloe Vera Barbadensis in kalten Nächten mit Glas oder einer Schutzfolie überdecken.

Aloe Vera Pflege

Pflanzen im Beet

Für eine optimale Pflanzung der Aloe Vera Barbadensis ist eine Bodenvorbereitung erforderlich. Lockern Sie den Boden mit einer Hake in einem Durchmesser, der mindestens doppelt so groß ist, wie der Wurzelballenumfang, Entfernen Sie Steine, Unkraut und Wurzelreste. Graben Sie nun ein die aufgelockert auf. Die Tiefe sollte so bestimmt werden, dass die Aloe Vera Barbadensis vollständig bis zur ersten Reihe der Blätter in das Erdloch hinein reicht. Doch zuvor legen Sie den Boden mit Kieselsteinen aus. Diese wirken als Drainage und lassen überschüssiges Wasser in den darunter liegenden Boden versacken, ohne dass die Wurzeln in Stauwasser stehen werden.

Vermischen Sie nun die anschließend einzufüllende Erde mit rund halb so viel Sand. Jetzt setzen Sie die Aloe Vera Barbadensis in das Erdloch und füllen das Erde-Sand-Gemisch dazu, bis die Wurzeln vollständig bedeckt sind.

Achten Sie darauf, dass Sie regelmäßig die Erde fest andrücken, ohne zu sehr auf die Wurzeln einzuwirken und diese gegebenenfalls zu beschädigen.

Die oberste Schicht Sand-Erde-Mix stampfen Sie fest, damit die Pflanze mehr Stabilität erhält und bei der ersten Wässerung sich nicht aus der Position lösen kann. Alternativ zum Sand können Sie auch Lehm in einem 50:50 Verhältnis mischen.

Zum Abschluss verteilen Sie idealerweise großflächig einen Kreis mit Kieselsteinen um die Pflanze herum. Diese verhindern das schnelle Verdampfen des Gieß- oder Regenwassers. Helle Steine reflektieren zudem Sonnenlicht, sodass die Chance einer Verbrennung nach dem Bewässern auf ein Minimum reduziert wird.

Hier im Überblick:

  • Pflanzabstand bei mehreren Aloe Vera Barbadensis: ein Dreifaches des Pflanzenumfangs – ist die Pflanze 10 Zentimeter breit, so sollte der Pflanzabstand mindestens 30 Zentimeter betragen
  • Den Boden sowie die oberste Schicht mit Kieselsteinen als Drainage belegen
  • Reichern Sie die Beeterde mit Sand oder Lehm an
  • Drücken Sie die Erde fest
  • Legen Sie nochmals eine Schicht Kieselsteine auf die oberste Erdschicht als Sonnenschutz und zur Verhinderung von Wasserverdampfung
  • Um die Pflanze mit Substrat zu versorgen, schieben Sie die obersten Kieselsteine beiseite, verteilen das Substrat unter der oberen Erdschicht und legen die Kieselsteine wieder zurück
  • Gießen Sie die Aloe Vera Barbadensis so langsam an, dass das Gießwasser gleichmäßig in den Boden versackt und sich im oberen Bereich kein Standwasser bildet.

Pflanzen im Topf

Das Einpflanzen in einen Blumentopf oder Gartenkübel ähnelt dem Prozess der Beeteinpflanzung. Hier können Sie alternativ für die Bodendrainage anstelle von Kieselsteinen auch Tonscherben nehmen.

Aloe vulgaris

Bei der Topfpflanzung sollten sie nicht auf ein Substrat verzichten. Optimal ist es, wenn Sie ein wasserdurchlässiges sowie anorganisches Vlies über die Drainage legen und darauf das Substrat gleichmäßig verteilen, sodass es direkt von den Wurzelspitzen aufgenommen werden kann.

Achten Sie darauf, dass Sie am oberen Topfrand circa zwei Zentimeter Distanz zur Topferde einhalten. So verhindern Sie, dass beim Gießen die benässte Erde über den Topfrand laufen kann.

Bei der Topfgröße sollte dieser nicht zu gering ausfallen. Unter optimalen Bedingungen wächst die Wüstenlilie schnell und nimmt viel Platz in Anspruch. Dies kann sie allerdings nur, wenn der Topf ihr diesen Raum auch zu Verfügung stellt. Deshalb gilt hier: je größer der Topf, umso wohler fühlt sich die Aloe Vera Barbadensis im Wachstum.

Gießen

So sehr die Aloe Vera Barbadensis heiße und trockene Gefilde gewohnt ist und dort oft monatelang ohne Wasser auskommt, so ist dennoch ein regelmäßiges Gießen empfehlenswert. In Trockenperioden zieht die Wüstenlilie ihre Feuchtigkeit aus den fleischigen, feuchtigkeitsreichen Blättern. Allerdings hemmt sie das im gesunden und prachtvollen Wachstum. Um dies zu verhindern, sollte diese Aloe Vera Art während Frühjahr bis Spätsommer stets einen feuchten Wurzelballen besitzen. Hier zeigt Ihnen ein Daumendruck, ob Wasserbedarf besteht. Drückt sich Oberfläche in ein weiches Darunter ein, ist die Erde im Inneren noch feucht. Gibt die Oberfläche beim Daumendruck nicht mindestens zwei bis drei Zentimeter nach, so sollte gegossen werden.

  • Im Winter hingegen reicht ein gelegentliches Gießen.
  • Vermeiden Sie, die Blätter zu benässen.

Aloe gießen

Wenn sich die Pflanze in einem Topf befindet, erweist sich ein Bodenteller beziehungsweise Übersetzer als ideal. Sollten Sie es mit dem Gießen zu gut gemeint haben, kann hier überflüssiges Wasser ablaufen. Dies sollten Sie allerdings sofort ausschütten, damit kein Wasser von unten in den Topf dringen kann, keine Staunässe entsteht und die Pflanze beginnt zu faulen.

Düngen

In der Regel sollte die Aloe Vera Barbadensis regelmäßig gedüngt werden, um ihr ausreichend Nähr- und Mineralstoffe zuzufügen. Ist bereits bei der Einpflanzung ein Substrat hinzugefügt worden, kann auf zusätzliche Düngemittel in den ersten vier bis sechs Wochen verzichtet werden.

Zum Düngen gelten folgende Empfehlungen:

  • Düngeart: Universaldünger oder spezieller Sukkulenten-Dünger
  • Düngezeiten: ohne vorheriges Substrat im Anschluss an die Einpflanzung – mit Substrat-Einpflanzung circa vier bis sechs Wochen danach
  • Düngerhythmus: alle zwei bis drei Wochen bei Topfpflanzen – einmal im Monat bei Beeteinpflanzung
  • Im Anschluss an das Düngen die Wüstenlilie wie gewohnt gießen
  • Die letzte Düngung erfolgt circa Ende August, rund sechs bis acht Wochen vor der Einwinterung beziehungsweise kalten Nachttemperaturen.

Schneiden

Ob eine Aloe Vera geschnitten werden sollte, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Wenn Sie das Wachstum kontrollieren und einen größeren Umfang verhindern möchten, kann sie beschnitten werden.

Wüstenlilie

Wer die Aloe Vera Barbadensis zu Heilzwecken oder für kosmetische Produkte nutzen möchte, so ist auch hier ein Schnitt notwendig. In manchen Fällen kann ein Schädlingsbefall einen Blattschnitt erfordern.

Dazu wird sich idealerweise stets den bodennahen Blättern bedient. Kommt es zu einem Blütenstand, so ist dieser nach der Blütenzeit zügig zu schneiden.

Überwintern

Sind im Freien keine konstanten Temperaturen von mindestens zehn Grad Celsius gegeben, ist es an der Zeit, die Aloe Vera Barbadensis zum Überwintern an einen wärmeren Ort zu stellen. Dies erfordert gegebenenfalls das Auspflanzen aus dem Gartenbeet.

  • Überwinterung beginnt ab Außentemperaturen von weniger als zehn Grad Celsius
  • Überwinterung in einem hellen Raum bei Temperaturen zwischen zwölf und 15 Grad Celsius
  • Alternativ kann auch ein Gewächshaus zur Überwinterung dienen
  • Gelegentliches Gießen circa alle drei bis vier Wochen
  • Kein Düngen

Untersuchen Sie während der Überwinterung Ihre Aloe Vera Barbadensis auf Schädlinge oder Fäulnis.

Circa sechs Wochen zum Ende der Überwinterung beginnen Sie Ihre Pflanze langsam an wärmere Temperaturen zu gewöhnen und steigern Sie in diesem Zeitraum die Temperatur Stück für Stück, bis diese in etwa die durchschnittliche Außentemperatur beträgt.

Vermehren

Da die Blütenstände bei einer Aloe Vera Barbadensis nur selten vorkommen, kann hier das Saatgut nicht grundsätzlich gewonnen werden. Aber auch eine Vermehrung durch Ableger beziehungsweise Nebenpflanzen ist möglich.

Samen

Wer das Glück von Samen hat, kann ganzjährig durch diese eine Vermehrung der Aloe Vera Barbadensis vornehmen.

Dazu sollte folgender Prozess eingehalten werden:

  • Notwendige Temperaturen zwischen 15 Grad Celsius und 20 Grad Celsius
  • Optimal ist die Verwendung einer speziellen Anzuchtschale. Alternativ reicht auch ein kleiner Blumentopf
  • Verwenden Sie nährstoffarme Anzuchterde sowie Substrat
  • Füllen Sie den Topf damit und feuchten Sie das Substrat mit etwas kalkfreiem Wasser
  • Drücken Sie die Samen in die Erde und bedecken Sie diese mit Erde
  • Standort: sonnig-mittelmäßig warm
  • Gießen: Erde leicht feucht halten – nicht überwässern
  • Keimdauer: circa drei bis sieben Wochen
  • Pikieren ab einer Pflanzengröße von circa 15 Zentimeter
  • Danach in ein größeres Behältnis umpflanzen

Stecklinge

Der optimale Zeitpunkt für die Gewinnung von Stecklingen der Wüstenlilie ist nach der Überwinterung. Die Pflanze besitzt meist ab einem Alter von drei Jahren am Stamm sogenannte kleinwüchsige Tochterpflanzen. Diese können vorsichtig vom Hauptblatt abgebrochen oder mit einem scharfen Messer abgeschnitten werden. Damit die Stecklinge Wurzeln schlagen, gehen Sie wie folgt vor:

Wüstenlilie

  • um Schimmelbildung zu vermeiden, Stecklinge mehrere Tage an der Luft trocknen lassen oder Schnittstellen mit Holzkohlepulver bestäuben.
  • Stecklinge in einen speziellen Anzuchtkasten oder einem Topf mit Anzuchterde, Kakteensubstrat oder einem Erd-Sand-Gemisch einpflanzen
  • Eingepflanzte Stecklinge sonnengeschützt bei circa 19 bis 22 Grad Celsius platzieren
  • Im Wochenrhythmus sparsam gießen
  • Auf Staunässe und das benässen der Blätter verzichten

Krankheiten

Wer über eine kräftige Aloe Vera Barbadensis verfügt, die immer optimal gepflegt wurde, hat in der Regel keine Last mit  Krankheiten. Dennoch gibt es dafür keine Garantie und kann auch bei bester Pflege gelegentlich auch die Aloe Vera Barbadensis betreffen.

Wurzelfäule

Zu häufiges und falsches Gießen führt nicht selten zu einer Wurzelfäule bei der Aloe Vera Barbadensis. Hier hilft zuverlässig das Trockenlegen der Wurzel. Diese wird aus der feuchten Erde gelöst und beschädigte, verfaulte Wurzelteile werden abgeschnitten. Im Anschluss wird die Pflanze wieder in neue, trockene Erde eingepflanzt.

Blattverfärbungen

Kommt es zu ungewöhnlichen Blattverfärbungen, kann dies ein Zeichen von Trockenheit bedeuten. Entgegengesetzt der Wurzelfäule zeigt sich diese Erkrankung nach einer langanhaltenden Trockenzeit. Hier zieht die Pflanze automatisch Feuchtigkeit aus den Blättern, die bei einer Überstrapazierung und enormen Feuchtigkeitsverlust, an Elastizität sowie an der regulären Blattfarbe verlieren. Mit Substrat, der Zuführung von Nährstoffen, und regelmäßigen Gießen, kann diese Erkrankung in der Regel gut abheilen.

Schädlinge

Schädlinge kommen an den gesündesten und best gepflegtesten Pflanzen vor. Mit der richtigen Bekämpfungsmethode, können Sie hier schnell Herr darüber werden und Ihre Aloe Vera Barbadensis vor schlimmeren Auswirkungen bewahren.

Wollläuse

Sobald Sie an den Blättern weiße Nester und kleine Insekten erkennen, könnte es sich um sogenannte Wollläuse handeln. Diese saugen an den Blättern und entziehen der Aloe Vera Barbadensis wertvolle Nährstoffe. Dies kann die Pflanze verkümmern und schlimmstenfalls sogar absterben lassen. Hier ist schnelles Handeln gefragt. Manchmal reicht schon einer derber Strahl mit dem Wasserschlauch, um die Plagegeister zu vertreiben.

Chemische Schädlingsbekämpfungsmittel lassen auch die hartnäckigste Wolllaus der Vergangenheit angehören. Soll die Aloe Vera allerdings zum Verzehr oder kosmetische Zwecke genutzt werden, ist auf chemische Produkte zu verzichten. Ein mehrmaliges Abreiben mit Alkohol verscheucht die Schädlinge zuverlässig.

Wurzellaus

Ähnlich wie bei der Wolllaus, fällt auch das Bild bei der Wurzellaus aus: weiße Nester mit kleinen Insekten. Nur befinden sich diese nicht an den Blättern, sondern saugen diese an den Wurzeln. Typische erste Anzeichen sind meist weiße Punkte an den Innenseiten des Topfs beziehungsweise in unmittelbarer Wurzelnähe in der Erde verteilt.

Die Bekämpfung ist gleich, wie bei der Wolllaus, doch dazu muss in der Regel die Pflanze ausgepflanzt werden. Unkomplizierter geht es mit einem Schädlingsbekämpfungsmittel, das dem Gießwasser zugeführt wird. Dies ist sowohl auf biologischer, als auch auf chemischer Basis erhältlich.