Mit seinem prachtvollen Laubgewand in satten Herbstfarben verbreitet ein Codiaeum variegatum, Kroton in Wohnräumen Behaglichkeit und gute Laune. Die wunderbaren Sorten des Codiaeum variegatum fungieren mit den eindrucksvoll gezeichneten Schmuckblättern zugleich als belebende Lufterfrischer. Kein Wunder, dass sich die tropische, immergrüne Blattschmuckpflanze ganz oben im Ranking der beliebtesten Zimmerpflanzen tummelt. Diese Pflege-Anleitung erläutert detailliert, wie Sie dem Croton (codiaeum variegatum) seine schönsten Seiten entlocken.

Steckbrief

  • Pflanzenfamilie Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)
  • Gattung Codiaeum mit 18 Arten
  • Bezeichnung der populärsten Art: Kroton (Codiaeum variegatum)
  • Weitere Namen: Croton, Wunderbaum
  • Zentrale Habitate in Malakka und auf den Philippinen sowie dem Sunda-Archipel
  • Immergrüne, verholzende Pflanze
  • Wuchshöhe in Kultur bis maximal 200 cm
  • Mannigfaltig geformte Blätter, marmoriert, gepunktet, gestreift oder fleckig gezeichnet
  • Dominierende Farbtöne: gelb, orange, grün, rötlich, rosa bis purpur
  • Unscheinbare Blüten von September bis Oktober erst im fortgeschrittenen Alter
  • Temperaturminimum 15 Grad Celsius

Mit Kroton (codiaeum variegatum) hält eine Zimmerpflanze Einzug in Ihr Heim, deren mächtige Schmuckblätter jeden Wohnraum in ein tropisches Refugium verwandeln. Diese Meisterleistung vollbringt der tropische Codiaeum variegatum mit glühendem Farbenspiel in intensiven Herbsttönen und einer majestätischen Wuchshöhe bis 200 cm.

Die bis zu 30 cm langen und 10 cm breiten Blätter filtern Schadstoffe aus der Raumluft, zum Wohle Ihrer Gesundheit und Vitalität. Somit verwundet es wenig, dass ein Croton im Volksmund den Namen Wunderbaum erhielt. Erkunden Sie hier anhand einer detaillierten Pflege-Anleitung, wie Sie den exotischen Ansprüchen gerecht werden.

Als Wolfsmilchgewächs ist der Kroton (codiaeum variegatum) durchströmt von einem weißen, giftigen Milchsaft. Der absichtliche oder unabsichtliche Verzehr löst bei Mensch und Tier typische Vergiftungserscheinungen aus, wie Übelkeit und Erbrechen. Hautkontakt kann Schwellungen und Entzündungen verursachen.

Pflege

Zu den pflegerischen Leichtgewichten zählt der Kroton nicht. Mutter Natur schuf die prachtvolle Pflanze ganz sicher nicht mit dem Ziel eines Lebens im Wohnzimmer. Wo die Wurzeln in einen Topf gepresst werden, aufgestellt an einem Standort mit trockenem Wind von unten, findet der exotische Wunderbaum wahrlich keine Idealbedingungen vor.

Da ein Codiaeum variegatum bereits bei milden 15 Grad Celsius fröstelt, ist ein Dasein unter freiem Himmel im mitteleuropäischen Klima – bis auf kurze sommerliche Gastspiele – ausgeschlossen. Um einem Croton ein akzeptables Heim zu bieten, rückt somit die folgende Pflege-Anleitung in den Fokus. Diese führt nur dann zum Erfolg, wenn alle darin erläuterten Maßnahmen als Gesamtpaket harmonisch ineinander greifen.

Kroton - eine prachtvolle Pflanze

Standort

Die Wahl des Standortes ist ausschlaggebend für eine erfolgreiche Pflege. Je näher die Licht- und Temperaturverhältnisse an die Gegebenheiten in seinem natürlichen Habitat heranreichen, desto prachtvoller entfalten sich die leuchtenden Farben der Blätter.

  • Heller bis vollsonniger Standort mit 75 bis 100 Prozent Lichtintensität
  • Idealerweise mit leichter Beschattung bei praller Mittagssonne im Sommer
  • Von März bis September warme Temperaturen von 20 bis 25 Grad Celsius
  • Von Oktober bis Februar kühlere Temperaturen um 15 Grad Celsius

Die erwünschte Lichtausbeute wird dem Codiaeum variegatum, Kroton garantiert an einem Platz auf der Südfensterbank. Hier kann allerdings nicht auf eine Gardine verzichtet werden, die pralle Sommersonne während der Mittagsstunden abmildert. Bestens geeignet sind somit Fenster, die nach Westen, Südwesten, Südosten oder Osten ausgerichtet sind. Eine Lage mit geringerer Lichtintensität lässt die intensiven Farben verblassen und beraubt den Wunderbaum seiner einzigartigen Schönheit.

Luftfeuchtigkeit

Ergänzend zu den adäquaten Licht- und Temperaturverhältnissen, kommt es auf eine hohe Luftfeuchtigkeit an von mehr als 60 Prozent. Normales Raumklima erfüllt diese Anforderung nicht, sodass zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind. In unmittelbarer Nähe der Pflanze aufgestellte Luftbefeuchter oder Zimmerbrunnen lösen das Problem ausgezeichnet.

Auf einen aktiven Heizkörper gestellte Schalen mit Wasser, leisten ebenfalls einen Beitrag. Füllen Sie den Untersetzer mit Blähtonkügelchen und Wasser, erzeugt die verdunstende Feuchtigkeit ein für den Croton (codiaeum variegatum) angenehmes Mikroklima. Im besten Fall weisen Sie dem Wunderbaum einen sonnigen Platz im Badezimmer oder dem Hallenbad zu.

Gießen

Der Wasserhaushalt ist ausgerichtet auf den natürlichen Vegetationszyklus im tropischen Klima. Ein Kroton kennt lediglich 2 Jahreszeiten: Eine warme, regenreiche Wachstumsphase, gefolgt von einer kühlen, trockenen Ruheperiode.

So gießen Sie den Wunderbaum fachgerecht:

  • Von März bis September das Substrat konstant leicht feucht halten
  • Trocknet die Oberfläche an, solange wässern, bis sich der Untersetzer füllt
  • Nach wenigen Minuten den Untersetzer ausgießen, damit sich keine Staunässe bildet
  • Von Oktober bis Februar die Wasserzufuhr reduzieren, ohne dass die Erde vollständig austrocknet

Verwenden Sie bitte überwiegend gefiltertes Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser mit Zimmertemperatur. Kaltes, kalkhaltiges Wasser beeinträchtigt die Vitalität eines Codiaeum variegatum und lässt den pH-Wert im Substrat in die Höhe schnellen, was zu Blattchlorosen führen kann.

Kroton, Codiaeum variegatum - ein exotischer Wunderbaum

Einsprühen

Ihr Codiaeum variegatum, Kroton weiß einen sanften Sprühnebel sehr zu schätzen. Füllen Sie daher täglich weiches, lauwarmes Wasser in eine Sprühflasche ein, um die Ober- und Unterseiten damit zu benetzen. Diese Maßnahme stellt überdies sicher, dass die erwünschte Luftfeuchtigkeit aufrecht erhalten bleibt. Während der winterlichen Heizperiode fungiert diese Vorkehrung zudem als wirksame Abwehr von Schädlingen, wie den gefürchteten Spinnmilben.

Düngen

Dieser Part innerhalb der Pflege-Anleitung ist besonders unkompliziert zu handhaben. Düngen Sie einen Croton (codiaeum variegatum) von März bis August alle 14 Tage mit einem Flüssigdünger für Grünpflanzen. Wichtig zu beachten ist, dass Sie das Mittel nicht auf angetrocknetes Substrat verabreichen, sondern zuvor mit klarem Wasser ein wenig angießen.

Schneiden

Ein gezielter Rückschnitt sollte bei Ihrem Kroton die Ausnahme sein. Aufgrund des reichlich fließenden Milchsaftes, besteht nach einem Schnitt die Gefahr, dass die Pflanze ausblutet. Sollte Ihnen indes der Wunderbaum über den Kopf wachsen, schneiden Sie zu lange Triebe am Ende der Winterpause zurück.

Die Schnittwunden werden mit warmem Wasser abgewaschen und anschließend mit Gesteinsmehl oder Holzkohleasche bestäubt. Bitte bedenken Sie den Giftgehalt des Pflanzensaftes und führen die Arbeiten mit schützenden Handschuhen durch.

Verwelkte Blätter schneiden Sie bitte nicht heraus. Sobald der Kroton die darin befindlichen Nährstoffreste eingezogen hat, gibt er ein abgestorbenes Blatt frei, sodass es einfach ausgezupft wird.

Überwintern

Von Oktober bis Februar verfällt der Wunderbaum in eine winterliche Wachstumsruhe.

Dieser Prozess erfordert die folgenden Modifikationen im Pflegeprogramm:

  • der winterliche Standort ist hell und kühl, mit Temperaturen zwischen mindestens 13 und maximal 18 Grad Celsius
  • den Kroton weniger gießen und nicht düngen
  • weiterhin regelmäßig einsprühen mit kalkfreiem Wasser

Ein Platz unmittelbar über einem aktiven Heizkörper ist somit ungeeignet, um den Croton (codiaeum variegatum) unbeschadet durch die kalte Jahreszeit zu geleiten. Besser ist in dieser Phase ein Standort auf der sonnigen Fensterbank im ungeheizten Schlafzimmer oder in einer hellen Nische im kühlen Treppenhaus.

Umtopfen

Holen Sie Ihren Croton (codiaeum variegatum) im März aus dem Winterquartier, nehmen Sie den Topf genauer in Augenschein. Haben sich die Wurzeln dergestalt entwickelt, dass aus der Bodenöffnung erste Stränge herauswachsen, ist es an der Zeit für den Wechsel in einen größeren Kübel. Als Substrat empfehlen wir eine strukturstabile, torfarme Pflanzenerde auf Kompostbasis. Die Zugabe von Blähton oder Lavagranulat verbessert die Durchlässigkeit.

So gelingt die Prozedur stressfrei für Pflanze und Gärtner:

  • im neuen Topf über dem Wasserablauf aus Tonscherben oder Blähton eine Drainage anlegen
  • darüber ein luft- und wasserdurchlässiges Vlies legen, damit das Drainagematerial nicht verschlämmt
  • eine erste Schicht des Substrats einfüllen, um den ausgetopften Wurzelballen mittig darin zu platzieren
  • die Pflanzenerde während des Einfüllens wiederholt andrücken, damit sich keine Hohlräume bilden

Bemessen Sie die Pflanztiefe so, dass der Kroton nicht tiefer steht als zuvor. Ein Gießrand verhindert, dass beim häufigen Wässern kein Wasser-Erde-Gemisch überschwappt. Das ausgediente Substrat sollte nach dem Austopfen möglichst vollständig entfernt werden. Nehmen Sie bei dieser Gelegenheit den Wurzelballen unter die Lupe, um abgestorbene Wurzelstränge herauszuschneiden.

Kroton, Codiaeum variegatum, Croton mit prachtvollen und leuchtenden Blätterfarben

Vermehren

Für die Nachzucht weiterer Codiaeum variegatum, Kroton empfiehlt sich die klassische Stecklings-Methode. Bei dieser Variante der vegetativen Vermehrung ziehen Sie Jungpflanzen heran, die übereinstimmende Eigenschaften mit der Mutterpflanze aufweisen.

So gehen Sie dabei vor:

  • während der Wachstumsruhe Kopfstecklinge schneiden mit einer Länge von 10-15 cm
  • die Ableger für 1-2 Tage in ein Glas mit Wasser stellen, damit die Schnittstellen ausbluten
  • Stecklinge daraufhin einzeln in Töpfe setzen, gefüllt mit einem Mix aus Kakteenerde und Sand

Gießen Sie die Anzuchterde an, bis Wasser in den Untersetzer läuft. Stülpen Sie jetzt über jeden Topf eine transparente Haube, um den Stecklingen ein feucht-warmes Mikroklima zu bieten. Damit das Material die Pflanzenteile nicht berührt und dort Fäulnis auslöst, dienen kleine Holzstäbchen als Abstandshalter.

Am halbschattigen Fensterplatz schreitet die Bewurzelung bei 25 Grad Celsius zügig voran. Treibt ein Ableger frisch aus, kann die Haube entfernt werden. Im Verlauf der folgenden 5 bis 6 Monate gießen Sie regelmäßig, während sich ein kräftiges Wurzelsystem entwickelt.

Krankheiten

Trotz seiner fremdländischen Herkunft, erweist sich ein Kroton (codiaeum variegatum) als erfreulich resistent gegenüber Pflanzenkrankheiten. Was auf den ersten Blick als eine Krankheit anmutet, ist in der Regel die Folge von Versäumnissen in der Pflege.

Die häufigsten Schadbilder mit Tipps zu deren Behebung nennt Ihnen die folgende Übersicht:

  • Abwurf der Blätter: Die Pflanze steht zu dunkel und sollte umgesiedelt werden an einen sonnigen Platz
  • Blattabwurf von unten her: Kalter Durchzug trifft auf den Standort
  • Verblassende Farben: Die Lichtintensität liegt deutlich unter 75 Prozent, sodass ein Standortwechsel sinnvoll ist
  • Verwelkte, braune Blattspitzen: Zu niedrige Luftfeuchtigkeit erfordert tägliches Einsprühen mit weichem Wasser

Wenn die farbenfrohen Schmuckblätter allmählich vergrünen, handelt es sich weder um eine Krankheit noch um einen Pflegefehler. Die buntblättrigen Hybriden streben vielmehr danach, das grüne Laubkleid ihrer Wildart anzunehmen. Diesem Prozess gebieten Sie Einhalt, indem Sie die grünen Blätter konsequent herausschneiden. Stellen Sie im Vorfeld bitte sicher, dass die Vergrünung nicht auf einen zu dunklen Standort zurückzuführen ist.

Schädlinge

Der giftige Milchsaft bewahrt einen Kroton nicht vor einem Befall mit Schädlingen. Verkrüppelte Blätter weisen auf einen Befall mit saugenden Insekten hin, wie Blattläuse, Schmier- und Wollläuse. Bei den ersten Anzeichen eines Schädlingsbefalls sollte der betroffene Wunderbaum von den anderen Zimmerpflanzen isoliert werden, um die Ausbreitung zu unterbinden.

Im frühen Befallsstadium brausen Sie die Schädlinge mit kräftigem Wasserstrahl ab. Blattläuse werden wirksam bekämpft mit einem Mix aus 1 Liter Wasser und 1 Esslöffel Schmierseife. Hartnäckige Schmier- und Wollläuse wischen Sie mit einem alkoholgetränkten Tuch ab. Unter hohem Befallsdruck packen Sie den Kroton für 3 bis 4 Tage in einen luftdichten Plastiksack, sodass den Plagegeistern die Luft ausgeht.

Croton gibt es in vielen formschönen Blattvarianten

Sorten

Empfehlenswerte Sorten

Der Codiaeum variegatum, Croton stand Pate für einige prachtvolle Hybriden, die dank formschöner Blattvarianten und lodernden Farbnuancen im kreativen Hobbygärtner die Sammelleidenschaft wecken. Die folgende Selektion stellt Ihnen gelungene Sorten näher vor:

Aucubifolium (Codiaeum variegatum var. pictum ‚Aucubifolium‘)

Die Premium-Sorte begeistert mit elliptisch geformten Blättern. Dunkelgelbe Blätter sind mit grünen Punkten verziert, während überwiegend grüne Blätter mit gelben Punkten übersät sind.

Bruxellense (Codiaeum variegatum var. pictum ‚Bruxellense‘)

Das schwertförmige Laub setzt sich in jungen Jahren mit bronzefarbenen Farbtönen in Szene. Im Laufe der Jahre färben sich die Blätter sukzessive dunkelrot.

Reidi (Codiaeum variegatum var. pictum ‚Reidi‘)

Auf den ovalen, länglichen Blättern dominiert zunächst die Farbe Grün. Im Anschluss an den dezenten Start, gesellen sich gelbliche, rote und rosarote Nuancen dazu. Spektakulär wird das Schauspiel, wenn sich die kräftigen Blattadern orange und rot färben.

Yellow Thai (Codiaeum variegatum var. pictum ‚Yellow Thai‘)

Mit nahezu kreisrunden, kräftigen Blättern demonstriert dieser Wunderbaum eindrucksvoll, dass die Farben Grün und Gelb künstlerisch wertvolle Naturmalerei betreiben können.

Gloriosum superbum (Codiaeum variegatum var. pictum ‚Gloriosum superbum‘)

Seine breiten, grünen Blätter gedeihen mit gewellten Rändern, die sich gelblich färben. Sehr dekorativ wirken die ebenfalls gelb gefärbten Blattadern. Für einen auffälligen Akzent sorgen die spitz zulaufenden Blattenden, die sich mit Laufe des Wachstums umeinander schlingen können.