Monarda citriodora, Zitronen-Indianernessel

Die winterharte Indianernessel, die auch unter den Namen Goldmelisse, Pferdeminze, Bienenbalsam oder auch Wilde Bergamotte bekannt ist, macht in jedem Sommergarten eine gute Figur. Bereits die Indianer in Nordamerika erkannten vor allem die heilende Wirkung der Lippenblütler. Heute wird die anmutige Staude vor allem als Zierpflanze und wegen ihres betörenden, aromatischen Duftes in den hiesigen Gärten geschätzt und eignet sich in naturnahen Gärten auch wunderbar als Bienenweide.

Steckbrief

  • lateinischer Name: Monarda didyma
  • Herkunft: Nordamerika
  • winterharte Staude
  • Wuchshöhe: 80 – 150 cm
  • verschiedene Blütenfarben: weiß, rot, pink, violett
  • Blütezeit: Juni bis September
  • Blätter verströmen aromatischen Duft
  • Blätter nesselartiges Aussehen
  • zieht Bienen und andere Insekten an
  • für naturnahen Bauerngarten gut geeignet

Nesselartige, sehr aromatisch duftende Blätter und dekorative Blüten zeichnen die Indianernessel vor allem aus. Gerade auch der Duft zieht viele Insekten und vor allem auch Bienen an, dadurch wird sie auch zur idealen Bienenweide in einem naturnahen Bauerngarten. Bereits die Indianer in Nordamerika erkannten ihre heilende Wirkung, von hier hat sie auch ihren deutschen Namen.

Monarda citriodora, Zitronen-Indianernessel
Monarda citriodora, Zitronen-Indianernessel

Weiterhin ist Monarda didyma aber auch unter Goldmelisse, Pferdeminze, Bienenbalsam oder Wilde Bergamotte bekannt. Gerade aufgrund ihrer Beliebtheit gibt es auch immer mehr gezüchtete Sorten, so dass der Gartenliebhaber hier aus einer großen Vielfalt an Blütenfarben aussuchen kann.

Pflege

Die anmutige Indianernessel ist recht pflegeleicht, vor allem auch wegen Ihrer ursprünglichen Herkunft Nordamerika, hier bevorzugt sie vor allem Standorte an den Rändern von Wäldern oder in einem lichten Wald. Werden daher die Pflegehinweise befolgt, kann der Hobbygärtner lange Jahre Freude an seiner Indianernessel haben.

Standort

Der Standort, den sich die Indianernessel wünscht, sollte dem in der freien Natur möglichst ähnlich sein. So bevorzugt die Goldmelisse vor allem einen halbschattigen, lichten Standort, bei dem die direkte Mittagssonne unbedingt vermieden werden sollte. Daher ist die anmutige Staude auch ein idealer Begleiter in der Nähe von Hecken oder unter einem Baum, der noch ein wenig Licht durchlässt. Nicht zu empfehlen ist hier ein sonniges Beet ohne jeglichen Schatten.

Bodenbeschaffenheit

Die Indianernessel wünscht sich an ihrem Standort einen Boden, der ähnlich dem ist, den sie in der freien Natur an ihrem Herkunftsort findet. Sie bieten daher der anmutigen Staude mit den folgenden Eigenschaften einen idealen Boden zum gedeihen.

  • durchlässig
  • leicht feucht
  • nährstoffreich
Monarda punctata, Punktierte-Indianernessel
Monarda punctata, Punktierte-Indianernessel

Um diese Bodenbeschaffenheit zu gewährleisten, ziehen Sie Kompost und Torf unter die vorhandene Gartenerde.

Substrat

Auch im Kübel kann die Goldmelisse kultiviert werden, wenn es keinen Garten oder keinen passenden Standort im Garten gibt. So bietet sie im Sommer auch auf einer Terrasse oder einem Balkon ein schönes Bild und kann ihren aromatischen Duft verströmen.

Das genutzte Substrat für den Kübel sollte von Ihnen wie folgt gewählt werden:

  • Blumenerde für blühende Pflanzen
  • auf Nährstoffe achten
  • muss gut durchlässig sein

Pflanzzeit

Die ideale Pflanzzeit für die Indianernessel ist in der Regel das Frühjahr. Hier sollten Sie die Eisheiligen abwarten und erst danach Ende Mai mit der Pflanzung beginnen. Eine Pflanzung im Herbst bietet sich nicht an, da die Stauden zu wenig Zeit haben, bis zum ersten Frost richtig anzuwachsen und so den Winter nicht überstehen.

Da die Stauden durch Teilung vermehrt werden können, müssen diese nicht unbedingt neu gekauft werden. Vor allem, wenn die bereits vorhandene Pflanzung der Monarda didyma in einem Beet oder Kübel zu dicht wird, muss geteilt und umgepflanzt werden.

Pflanzen im Beet

Wurde ein passender Standort in einem Beet gefunden, dann kann eingepflanzt werden. Hierbei muss vor allem auch auf die Entfernung zu den einzelnen Pflanzen geachtet werden, da Stauden sich gerne in die Breite ausdehnen.

  • in vierzig Zentimeter Abstand Löcher graben
  • entnommene Erde mit Kompost und Torf vorbereiten
  • Drainage gegen Staunässe anlegen
  • hierzu Steine oder Tonscherben in das Pflanzloch legen
  • Goldmelisse einsetzen
  • Erde einfüllen
  • leicht andrücken und gut wässern

Geben Sie der Indianernessel bei der Pflanzung zu wenig Platz, wird sie sich nicht so schnell entwickeln und die Blütenbildung kann ausbleiben. Daher sollten auch in regelmäßigen Abständen die bereits vorhandenen älteren Stauden geteilt und somit verjüngt werden.

Monarda punctata, Punktierte-Indianernessel
Monarda punctata, Punktierte-Indianernessel

Pflanzen im Kübel

Steht kein geeigneter Standort im Garten für die Indianernessel zur Verfügung, dann müssen Sie hierauf aber nicht verzichten. Denn auch im Kübel auf der Terrasse oder auf einem Balkon macht die Staude eine gute Figur.

Bei der Pflanzung im Kübel sollten Sie jedoch die folgenden Hinweise beachten:

  • gerade im Kübel kann sich das Wasser stauen
  • Staunässe wird gar nicht vertragen
  • daher Steine, Kies oder Tonscherben auf das Abflussloch legen
  • hierüber Pflanzenvlies geben
  • dann einen Teil der Blumenerde eingeben
  • die Indianernessel einsetzen
  • restliche Blumenerde auffüllen und andrücken
  • gut gießen
  • nach einer halben Stunde Restwasser aus dem Teller abgießen

Da die Stauden bis zu 1,50 Meter hoch werden können, bietet sich ein großer Kübel an, vor allem, wenn Sie mehrere Pflanzen zusammensetzen möchten. Damit Sie keine Schwierigkeiten haben, den großen Kübel zu verschieben und den Standort zu ändern und den Umständen anzupassen, sollten Sie diesen bereits vor der Pflanzung auf einen fahrbaren Untersatz stellen.

Gießen

Der Boden am Standort der Monarda didyma sollte immer leicht feucht gehalten werden und besser nicht austrocknen. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass keine Staunässe entsteht, was gerade auch im Kübel leichter passieren kann.

So gießen Sie Ihre Indianernessel optimal:

  • an sehr heißen und trockenen Sommertagen regelmäßig
  • in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden
  • im Herbst, Winter und Frühjahr reichen die normalen Regentage aus
  • Kübelpflanzen müssen häufiger gegossen werden
  • vor allem dann, wenn sie regengeschützt stehen
Monarda citriodora, Zitronen-Indianernessel
Monarda citriodora, Zitronen-Indianernessel

Düngen

Bevor die Indianernessel im Frühjahr wieder austreibt, sollten Sie ihr eine Volldüngergabe gönnen. Ist der Gartenboden bereits sehr nährstoffreich, sollten Sie jedoch nur geringe Mengen geben. Oft reicht es auch aus, der Staude nur Kompost im Frühjahr unterzumischen. Die Pflanzen im Kübel erhalten eine regelmäßige Düngung mit Flüssigdünger für blühende Pflanzen. Hier beginnen Sie ebenfalls vor dem ersten Austrieb.

Schneiden

Da es sich um eine Staudenpflanze handelt, wird diese über das Jahr hinweg nicht geschnitten. Nur vertrocknete Blüten, Blätter und Stiele sollten regelmäßig entfernt werden, damit neue Triebe nachkommen und neue Blüten gebildet werden können. Im Herbst zeigt die Staude die ersten gelben Verfärbungen bis sie zum Winter hin ganz vergilbt. Dies ist der passende Zeitpunkt, um die Indianernessel etwa eine Handbreit über dem Boden komplett zu schneiden. So kann sie im nächsten Frühjahr wieder ungehindert neu austreiben.

Überwintern

Die Goldmelisse ist winterhart, das heißt, ihr Wurzelstock verbleibt auch über die Wintermonate in der Erde. Der obere Teil wird, wie bereits unter dem Punkt „Schneiden“ erklärt, vor dem Winter vollständig entfernt.

Ansonsten können Sie Ihre Indianernessel wie folgt vor der kalten Jahreszeit schützen:

  • junge Pflanzen mit Reisig oder Mulch abdecken
  • ältere Stauden müssen nicht geschützt werden
  • Kübelpflanzen auf jeden Fall schützen
  • im Kübel nehmen die Wurzeln bei Kälte schneller Schaden
  • Kübel mit Reisig oder Pflanzenvlies umwickeln
  • auf Styropor stellen

Wenn Sie einen frostfreien, gerne auch dunklen Raum, zum Beispiel einen Keller zur Verfügung haben, können Sie den Kübel zur Überwinterung nach hier verbringen.

Monarda citriodora, Zitronen-Indianernessel
Monarda citriodora, Zitronen-Indianernessel

Vermehren

Vermehrt werden kann die Indianernessel auf drei verschiedene Arten. Da ist zum Einen die Aussaat zu nennen, die jedoch oft nicht ganz einfach ist, die Teilung der Pflanzen, die in der Regel sowieso alle zwei bis drei Jahre sinnvoll ist, um die Staude zu verjüngen, sowie als dritte Möglichkeit die Vermehrung durch Stecklinge.

Aussaat

Für die Aussaat werden über den Sommer die verblühten Blüten gesammelt, in denen sich die Samen befinden. Diese werden an einem warmen und trockenen Ort, zum Beispiel einem Heizungskeller, bis zum nächsten Frühjahr gesammelt.

Monarda punctata, Punktierte-Indianernessel
Monarda punctata, Punktierte-Indianernessel

Bei der Aussaat können Sie nicht viel falsch machen, wenn Sie sich an ein paar Regeln halten:

  • beste Zeit für die Voraussaat ist der Februar oder März
  • Anzuchterde in kleine Töpfe füllen
  • Samen nur leicht in Erde einstecken
  • sind Lichtkeimer
  • leicht feucht, aber nicht zu nass halten
  • Gefäße mit durchsichtiger Folie abdecken
  • Schimmelbildung vermeiden
  • hierfür täglich lüften
  • an hellen und warmen Ort stellen
  • kleine Pflanzen nach den Eisheiligen ins Beet pflanzen

Wenn Sie sich die Aussaat in kleinen Töpfen ersparen möchten, können Sie die Samen auch direkt nach den Eisheiligen im Mai in das für die Pflanzen vorgesehene Beet aussäen, dann dauert es mit dem Wachstum und der Blütenbildung jedoch etwas länger.

Teilung

Eine Teilung der anmutigen Stauden sollte alle zwei bis drei Jahre erfolgen, damit die Pflanzen verjüngt werden. So bleiben sie auch weiterhin blühfreudig. Doch spätestens, wenn den Indianernesseln in ihrem Beet oder ihrem Kübel kein Platz mehr bleibt, kann auf eine Teilung nicht mehr verzichtet werden.

Doch auf diese Weise können Sie gleichzeitig auch viele neue Pflanzen gewinnen und so einen weiteren Kübel oder ein neues Beet mit den aromatischen Schönheiten neu bepflanzen.

So gehen Sie bei einer Teilung richtig vor:

  • passender Zeitpunkt ist das Frühjahr vor dem Austrieb
  • mehrjährige Pflanzen vorsichtig ausgraben
  • die Wurzelstöcke in zwei oder mehrere Teile schneiden
  • gleichzeitig vertrocknete Wurzeln entfernen
  • einen Teil an alten Standort wieder einpflanzen
  • vorher Kompost und Torf unter die Erde heben
  • die weiteren, so erhaltenen Teile an neuen Standort setzen
Monarda citriodora, Zitronen-Indianernessel
Monarda citriodora, Zitronen-Indianernessel

Sollte zur Zeit der Teilung noch Frost zu erwarten sein, können die neu gewonnenen Pflanzen auch erst in einen Topf mit Erde an einen wärmeren Ort gestellt werden. Sobald die Eisheiligen sodann im Mai vorbei sind, werden auch diese Pflanzen ins Beet gepflanzt.

Stecklinge

Auch die Vermehrung durch Stecklinge gelingt in der Regel gut, wird allerdings erst im Sommer vorgenommen. Daher sind die hieraus neu entstandenen Pflanzen auch erst im nächsten Frühjahr bereit für die Pflanzung in ein Beet.

Wie Sie neue schöne Stauden der Indianernessel idealerweise ziehen, wird Ihnen wie folgt erklärt:

  • Triebe ohne Blüten  in der Länge von 10 – 15 cm schneiden
  • eventuelle Blüten entfernen
  • alle unteren Blätter entfernen
  • Töpfe mit Anzuchterde füllen
  • Stecklinge hineingeben
  • Erde gut feucht halten
  • Staunässe vermeiden
  • an warmen, hellen Ort stellen

Die Töpfe mit den Stecklingen können in der Zeit bis zum ersten Frost gerne draußen, an einem geschützten Ort verbleiben. Sobald die ersten Nachtfröste einsetzen, müssen diese jedoch nach Innen geholt werden. Je nachdem, wie weit der Steckling sich schon entwickelt und genügend Wurzeln gebildet hat, kann der Topf auch in einem trockenen Kellerraum überwintert werden.

Monarda punctata, Punktierte-Indianernessel
Monarda punctata, Punktierte-Indianernessel

Krankheiten

Bei den Krankheiten, unter denen die Indianernessel häufig zu leiden hat, ist der Echte Mehltau zu nennen. Auch Rost kann der Staude häufiger einmal zusetzen.

Echter Mehltau

Der Echte Mehltau kann den dekorativen Stauden leider sehr zusetzen. Hierbei handelt es sich um eine Pilzerkrankung, die nicht behandelt auch zum Absterben der Pflanze führen kann. Vorbeugung ist in einem solchen Fall besser, als die Behandlung bei bereits erfolgter Erkrankung durchführen zu müssen.

Eine gute Pflege ist daher die beste Vorbeugung:

  • geeigneter Standort
  • genügend Pflanzabstand
  • ausreichendes und regelmäßiges Gießen
  • denn Mehltau mag es trocken
  • vertrocknete Blüten entfernen

Wurde die Pflanze dann doch betroffen, was Sie an einem abwaschbaren, weißen Belag auf den Blättern erkennen, der mit der Zeit bräunlich schmutzig wirkt, dann hilft in der Regel nur noch die schnelle Anwendung eines Fungizides aus dem gut sortierten Fachhandel.

Rost

Die krautigen Blätter der Goldmelisse werden öfters auch von Rost befallen. Auch diese Krankheit gehört zu den Pilzen. Der Befall wird durch gelbe bis braune Flecken auf der Blattoberseite angezeigt. Auf der unteren Seite des Blattes hingegen bilden sich kleine Pusteln mit den Pilzsporen. Hier sollten Sie ebenfalls sofort mit einem entsprechenden Fungizid aus dem Handel entgegentreten. Denn der Pilz wächst im Inneren der Pflanze und kann diese sonst bis zum Absterben hin schädigen.

Schädlinge

Leider mögen nicht nur Bienen und andere Insekten den Geruch der Blätter der Indianernesseln, auch Schnecken fressen sich gerne durch das Beet.

Monarda punctata, Punktierte-Indianernessel
Monarda punctata, Punktierte-Indianernessel

Schnecken

Die ansonsten sehr anmutige Pflanze kann durch einen Schneckenbefall leider sehr unansehnlich werden. Daher sollten Sie bei den ersten Anzeichen, die sich an Löchern in den Blättern zeigen, gegen die lästigen Schädlinge vorgehen.

  • in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden absammeln
  • eine Barriere rund um das Beet oder die einzelnen Pflanzen anlegen
  • Schneckenzaun aus dem Handel
  • Branntkalk oder Sägemehl um die Pflanzen streuen

Auf Schneckenkorn sollten Sie unbedingt verzichten, wenn Kinder oder Haustiere den Garten nutzen, denn hierbei handelt es sich um ein Gift, das kleinen Kindern oder auch neugierigen Tieren schaden könnte.