Osteospermum, Kapkörbchen, Kapmargeriten, Paternosterstrauch

Sie sind zauberhaft, die kleinen Blütenköpfe des Kapkörbchens. Farbenfroh in Purple mit dunklem Auge oder in hellstem Weiß mit dem Hauch von Lila verschönern sie den Balkon, die Terrasse oder den Garten. Dieses strahlende Schön verzaubert den Gartenliebhaber von Mai bis Oktober, in dieser langen Blühphase entwickeln die Kapmargeriten ganz eifrig viele Blüten.

Steckbrief

  • Pflanzenfamilie: Korbblüter
  • Gattung: Kapkörbchen
  • Art: Kapkörbchen
  • Trivialnamen: Kapmargeriten, Osteospermum, Paternosterstrauch
  • Herkunft: Südafrika
  • einjährige, krautige und ausdauernde Pflanze
  • Wuchshöhe: 10 bis 20 cm, je nach Art auch bis 70 cm
  • Blütezeit von Mai bis Oktober
  • purpurne Zungen- oder Röhrenblüten mit süßem Duft
  • lockeren, doldige, doldentraubige oder rispige Gesamtblütenständen

Wenn eine vielfältige Farbenpracht gewünscht ist, rückt das Kapkörbchen schnell in den Fokus. Mit nahezu unverwüstlichen Eigenschaften verzaubert sie den Gartenfreund mit vielen schönen Blüten. Leuchtende Farben wie Weiß, Purpur, Violett, Gelb oder Rosa setzen neue Akzente.

Besonders schön wirken die einjährigen Blumen in einer Gruppenpflanzung. Die Blütenfreude hält von Mai bis Oktober an. Einmal gepflanzt erinnern sie mit ihrer Blütenform an Ringelblumen oder Margeriten. Der Name der Kapringelblume verweist bereits auf ihren südafrikanischen Ursprung hin.

Kapmargeriten stammen aus Südafrika

Die ursprünglich aus Afrika stammende Pflanze liebt die Sonne und Wärme. Sie können daher einen windgeschützten, sonnigen Platz für das Kapkörbchen auswählen. Interessant ist, dass sie ihren Höhepunkt der Blüten an den heißesten Tagen hat und selbst nach einer kurzen Pause wieder mit neuen Blüten zum Vorschein kommt.

Pflege

Die im Handel erhältlichen Pflanzen sind einjährig, mit etwas Glück erhalten Sie mit der Stecklingsvermehrung neue Pflanzen für das nächste Gartenjahr. Wir beschreiben in einer übersichtlichen Pflege-Anleitung die wichtigsten Punkte zur Pflege dieser reizenden Gartenblume.

Standort

Natürlich liebt eine Pflanze aus dem südlichen Afrika die Sonne. Dort, wo andere Blumen die Wärme nicht vertragen, fühlt sich das Kapkörbchen sehr wohl. Auf dem Balkon ist die Südlage ideal, um viele Sonnenstunden zu erhaschen.

Osteospermum, Kapkörbchen gehören zu den Korbblütlern

Bodenbeschaffenheit

Ideal ist ein leichter, sandiger Boden, der keinerlei Staunässe zulässt. Damit das Kapkörbchen auch reichlich blüht, ist eine optimale Zusammensetzung der im Boden befindlichen Nährstoffe wichtig.

Achten Sie bei der Standortwahl daher auf:

  • trockene und frische Gartenerde
  • humos, also reich an Nährstoffen
  • gut durchlässig
  • eventuell mit Drainageschicht
  • ideal: eine Mischung aus Sand und Lehm
  • normale Blumenerde mit Splitt oder Kies anreichern

Vermeiden sollten Sie in jedem Falle Staunässe. Kaum eine Gartenpflanze mag es, mit den Füßchen im Wasser zu stehen.

Pflanzzeit

Das Kapkörbchen verträgt keinen Frost und wird daher meist als Einjährige kultiviert. Die Pflanzung in das Blumenbeet sollten Sie daher nicht vor Ende Mai vornehmen. Bis zu den Eisheiligen kann es noch zu überraschenden Nachtfrösten kommen, die die empfindlichen Pflanzen nicht überleben würden.

Aussaat

Für die eigene Aussaat können Sie die Samen der Blüten sammeln oder neue Samen im Handel erwerben. Der richtige Zeitpunkt ist der März, wenn die Tage durch das Sonnenlicht langsam länger werden. Die Samen werden einzeln auf eine gute Erde, zum Beispiel spezielle Anzuchterde, gegeben und mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt. Danach mit einem Wassersprüher befeuchten.

Osteospermum ein Blickfang auf Terrasse, Balkon oder im Garten

Ideal ist es, wenn Sie dafür eine Anzuchtschale verwenden, die über einen Deckel verfügt. So entwickelt sich ein gutes Mikroklima. Nach ca. zwei Wochen wachsen die kleinen Pflänzchen heran. Sobald sie groß genug sind, werden sie dann noch einmal vereinzelt, bevor sie endgültig in den Garten oder den Topf umgesetzt werden.

Anzucht

Weitaus einfacher ist es, wenn Sie im Frühjahr die Kapkörbchen Ihrer Wahl im Handel erwerben. Hier haben Sie die Möglichkeit, eine Gruppenpflanzung auszuwählen oder einzelne Exemplare als Solitärpflanze anzulegen. Auch hier gilt: Achten Sie auf eventuelle Nachtfröste und holen Sie die empfindlichen Pflanzen über Nacht lieber in das Haus oder einen anderen geschützten Standort wie das Gewächshaus.

Die Pflanzen im Beet

Bevor Sie Ihre Schönlinge in das Blumenbeet pflanzen, bereiten Sie die Pflanzlöcher gut vor. Gerade diese Sorte reagiert sehr empfindlich auf Staunässe. Je nach der Beschaffenheit Ihres Bodens geben Sie als unterste Schicht Kies in das Pflanzloch. Danach eine gute Portion Humus und ein lockeres Erde-Sand-Gemisch.

Sofern Sie keinen Humus verwenden, sollten Sie einen Langzeitdünger wie Hornspäne dazugeben. Fester, lehmiger Boden sollte unbedingt durch Sand aufgelockert werden. Dann können Sie Kapmargeriten im Abstand von ca. 30 cm in einer Gruppe eingepflanzt werden. Gut angießen und das faszinierende Farbenspiel bewundern.

Für Schnellleser:

  • Pflanzlöcher mit der Tiefe von ca. 20 cm ausheben
  • als unterste Schicht eine Drainage einsetzen
  • lockerer, sandiger Boden mit Humus oder Hornspänen
  • Pflanzen einsetzen, mit Erde gut bedecken und gießen

Umtopfen

Sie können Ihre Kapkörbchen auch gern in einen Pflanzkübel geben. In einer farbigen Gruppe verschönern sie den Balkon oder die Terrasse auf zauberhafte Art. Verwenden Sie hierfür handelsübliche Blumenerde, die Sie ebenfalls mit etwas Sand anreichern können. Die Ballen sollten jetzt etwas mehr Platz haben.

  • auch im Pflanzkübel oder Blumenkasten an eine Drainage denken!
  • hier bietet sich auch Blähton an
  • Pflanzen einsetzen, mit Erde auffüllen und gut andrücken
  • Gießen und an einen sehr sonnigen Platz stellen

Gießen

Trotz der Vorliebe zu Wärme und selbst Hitze verlangt das Kapkörbchen keine Unmengen von Wasser. Gießen Sie daher nur nach Bedarf und in Maßen! Der Boden sollte feucht sein, keinesfalls nass.

Merken Sie sich eine einfache Faustregel:

  • Erst gießen, wenn die oberste Bodenschicht trocken ist!

Ähnliches gilt für den Pflanzkübel. Wenn sich Wasser im Untersetzer bildet, haben Sie bereits zu viel gegossen. Schütten Sie es weg und gießen Sie beim nächsten Mal etwas weniger.

Osteospermum, Kapkörbchen mit weißen Blüten

Düngen

Die zauberhaften Geschöpfe benötigen mit all ihren Blüten eine regelmäßige Versorgung mit Nährstoffen. Der beste Zeitpunkt ist die Wachstumsphase. In dieser Zeit geben Sie den Kapkörbchen alle zwei bis vier Wochen eine Gabe von Dünger. Achten Sie dabei auf die Herstellerangaben, da die Dosen der verschiedenen Produkte variiert.

In der größten Hitze des Sommers legt das Kapkörbchen eine Blühpause ein. Manch Gartenliebhaber glaubt, die Blühphase sei beendet, doch dem ist nicht so. Geben Sie Ihr daher in dieser Phase etwas Ruhe, bevor Sie in den letzten Sommerwochen noch einmal mit neuen Blüten verwöhnt werden.

Schneiden

Natürlich liebt ein solches Geschöpf auch eine Kosmetik. Dazu gehört das Schneiden der verwelkten Blüten. Damit fördern Sie die Neubildung der Blüten. Nach der Hauptblüte im Sommer kann die gesamte Pflanze zurückgeschnitten werden und entwickelt vielleicht noch einmal viele Triebe.

Vermehren

Experimentierfreudige Gärtner können das Kapkörbchen mithilfe von Stecklingen ihre Pflanzen vermehren.

Folgende Schritte sind dafür notwendig:

  • im späten Herbst kräftige Stecklinge auf ca. 6 cm abschneiden
  • vorhandene Blätter an der unteren Hälfte abnehmen
  • in kleine Töpfchen füllen Sie eine leichte Sand-Erde-Mischung
  • mehrere Stecklinge zur Hälfte in die vorbereiteten Töpfchen geben
  • mit einem Wassersprüher anfeuchten und mit einer Plastiktüte abschließen
  • an einen halbschattigen Ort aufstellen
  • werden Stecklinge braun, sofort entfernen

Überwintern

Als Einjährige und zugleich frostempfindliche Pflanze hat es das Kapkörbchen schwer, den Winter zu überleben. Doch jeder Versuch macht klug und sofern Sie in klimatisch günstigen Regionen leben, kann ein solches Unterfangen durchaus erfolgreich werden. Bereiten Sie die Überwinterung des Kapkörbchens in folgender Weise vor.

Osteospermum wird auch Paternosterstrauch genannt

  • einen hellen Raum
  • unbedingt: frostfrei!
  • Mindesttemperaturen von 8 °C bis maximal 12 °C
  • ideal ist ein Kalthaus, das subtropische Verhältnisse simuliert
  • in der Ruhephase nur spärlich gießen, selten und wenig
  • nicht düngen
  • an warmen, regenfreien Tagen etwas lüften

Nach der Überwinterung werden die Pflanzen langsam an die Außentemperaturen gewöhnt. Doch zuerst werden sie auf Handhöhe zurückgeschnitten, dann für einige Stunden am Tage nach draußen gestellt. Nicht direkt in die pralle Sonne, sondern vorerst in den Schatten. Erst im Mai nach den Eisheiligen bleiben sie komplett im Freien.

Schädlinge

Zum Glück sind Kapkörbchen sehr resistente Pflanzen, die vor Schädlingen weitgehend geschützt sind. Hin und wieder kann es zu einem Blattlausbefall kommen, die Sie wie gewöhnlich absammeln oder mit einer Seifenlösung behandeln.

Krankheiten

Auch Krankheiten sind nicht bekannt. Bei zu großer Nässe kann es zu Fäulnis kommen, in etwa dann, wenn die Witterungsverhältnisse schlecht sind und dauerhafter Regen die Pflanzen ertrinken lässt. Aus gleichem Grund kann es daher auch zum Befall von Mehltau kommen.

In diesem Fall werden sofort die infizierten Blätter abgeschnitten. Anschließend wird die Pflanze mit einem Handelsprodukt oder einer Mischung von kalkfreiem Wasser und Milch 9 : 1 behandelt. Alle zwei bis drei Tage das Sprühen wiederholen, bis das Kapkörbchen frei von Mehltau ist.

Osteospermum, Kapkörbchen mit leuchtend gelben Blüten

Sorten

Botanisch gesprochen heißt das südafrikanische Kapkörbchen Dimorphotheca sinuata. Diese Margeriten ähnliche Pflanze hat viele Artverwandte. Insgesamt handelt es sich hier um rund 45 Osteospermum-Arten, von denen 35 aus Südafrika stammen. Weitere Ursprungsorte sind Somalia oder die Arabische Halbinsel. Eine neue Züchtung der Kapmargerite ist die Folgende.

Nuanza Copper Purple

  • sie besticht mit besonders vielen schönen Blütenrändern und hat lange Blütenstiele bis zu 70 cm

Dimorphotheca pluvialis

  • blüht zweifarbig mit weißer Blüte und blauer Unterseite
  • ihr Name „pluvialis“ beschreibt ihre Fähigkeit, den Regen sehr früh anzuzeigen

Nordstern

  • fasziniert in großblumiger Eigenschaft und präsentiert sich weiß mit einer violetten Mitte

Ringens

  • wiederum hat eine gelbe Mitte und wird von blauen Außenrändern geschmückt

Cream Symphony

  • wiederum ergänzt sie das Blumenbeet in einem zauberhaften, weichen Gelb

Kapmargeritensorte „Double Purple“

  • sie erscheint farbenfroh und intensiv