Das hübsche Spathiphyllum, Einblatt verdient sich die Aufmerksamkeit von Pflanzenfreunden durch seine leuchtend weißen Blüten. Bekannt ist die Pflanze mit den auffällig großen Blättern auch unter dem Namen Scheidenblatt oder Friedenslilie. Ihren tropischen Ursprung hat sie allerdings aufgrund der Hybridenzüchtung aufgeben müssen, so sind die im Handel erhältlichen Pflanzen heute ideal für Wohnräume geeignet und leicht zu pflegen.

Steckbrief

  • Pflanzenfamilie: Aronstabgewächse (Araceae)
  • Gattung: Spathiphyllum
  • Art: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
  • Trivialnamen: Einblatt, Blattfahne, Scheidenblatt, Friedenslilie
  • Herkunft: tropisches Amerika, Westrand des Pazifischen Ozeans
  • krautige, kahle, ausdauernde Pflanze
  • Wuchshöhe von 20 bis 120 cm hoch
  • Blütezeit im Frühjahr oder Sommer
  • sehr weiße Blüte, die die Wuchshöhe der Blätter überragt
  • immergrüne Zimmerpflanze mit langen, glänzenden Blättern
  • mehrjährige Zierpflanze

In Räumen, die halbschattig oder sogar schattig sind, fühlt sich das Einblatt im Gegensatz zu vielen anderen Zimmerpflanzen wohl. Auch wenn sie das Licht liebt, verzichtet sie nur zu gern auf direkte Sonneneinstrahlung. Der Standort des Spathiphyllums, Einblatts oder Blattfahne ist nur ein Faktor für das gute Gedeihen dieser überaus schönen Pflanze. Wie Sie das Einblatt behandeln, beschreiben wir Ihnen ausführlich in unserer Pflege-Anleitung für Spathiphyllum.

Das Einblatt (Spathiphyllum) begeistert insbesondere wegen ihrer schönen weißen Blüten. Diese überragen die dunkelgrünen Blätter deutlich und wirken daher sehr elegant. Wer zum ersten Mal Erfahrungen mit mit dem Einblatt macht, wird sich an der langen Blühzeit erfreuen können, denn jede einzelne Blüte hält sich über mehrere Wochen und bildet in der Regel auch mehrere Blütenstiele. Dank moderner Züchtungen wurde aus einer tropischen Pflanze nunmehr eine wundervolle, europäische Zimmerpflanze mit Charakter.

auch Einblatt, Blattfahne, Scheidenblatt genannt

Pflege

Die moderne Züchtung dieser Spathiphyllum Pflanze erlaubt eine einfache Pflege, die auch dem Menschen ohne grünen Daumen gelingt. Folgen Sie unseren einfachen Anweisungen und Sie werden mit dem Wuchs einer prächtigen Pflanze belohnt.

Standort

Das Einblatt, Spathiphyllum liebt die direkte Sonneneinstrahlung gar nicht! Schnell werden Sie merken, wie Sie ihre schönen Blätter hängen lässt. Ein halbschattiger oder gar schattiger Platz ist der beste Ort, um zu gedeihen. Somit kann in Räumen mit ungünstigen Lichtverhältnissen nun auch eine Zimmerpflanze stehen.

Bodenbeschaffenheit

Das Einblatt (Spathiphyllum) wird in lockerer und gut durchlässiger Erde kultiviert. Dazu können Sie gute Pflanzenerde aus dem Handel oder eine eigene Mischung verwenden. Hierfür benötigen Sie ein gutes Drittel Kompost, einen Teil verrotteter Laubblätter und einen Teil Sand. Alles gut vermischen und die Pflanze einsetzen. Bei reiner Erde sollte die unterste Schicht aus Blähton oder Tonscherben bestehen. Sie sorgt dafür, dass das Gießwasser abfließen kann und die Wurzeln nicht im Wasser stehen.

Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit, die das Einblatt liebt, gibt es einen wertvollen Tipp:

Tipp: Geben Sie eine Schicht kleiner Kieselsteine in den Übertopf und befüllen diesen mit etwas Wasser. Stellen Sie den Pflanztopf nun auf die Kieselsteine, ohne dass die Wurzeln nass werden. Hierbei geht es nur um die Luftfeuchtigkeit, die nach oben steigt und der Pflanze gut tut.

Zusammenfassung:

  • halbschattiger bis schattiger Standort
  • Temperaturen von mindestens 15 °C
  • leichte, durchlässige Blumenerde
  • für hohe Luftfeuchtigkeit sorgen

Pflanzen

Pflanzzeit

Da das Einblatt, Spathiphyllum nur im Handel als Zimmerpflanze erhältlich ist, verzichten wir hier auf das Thema Pflanztermin im Garten. Weitere Informationen zur Teilung finden Sie im Kapitel Vermehrung.

Pflanzen im Topf

Die im Handel erhältlichen Pflanzen verfügen über eine gute Erde. Für gutes Gedeihen kann die Erde einmal im Jahr mit frischer Erde ausgetauscht werden.

Gießen

Grundsätzlich ist das Gießen für das Spathiphyllum leicht zu bewerkstelligen. Regelmäßiges Gießen um die Erde feucht zu halten ist die ideale Basis. Das bedeutet, gießen Sie das Einblatt immer dann, wenn die oberste Schicht Erde trocken ist. An helleren und wärmeren Standort hat sie in der Regel einen höheren Bedarf an Wasser als an schattigen Plätzen.

Als ursprüngliche Tropenpflanze liebt sie vor allem eine hohe Luftfeuchtigkeit. Um die gesamte Luftfeuchtigkeit im Raum nicht zu erhöhen, bietet es sich an, einen kleinen Zimmerbrunnen in der Nähe aufzustellen oder den Pflanztopf in eine flache Schale mit Kieselsteinen und Wasser aufzustellen. Dabei dürfen die Wurzeln jedoch nicht im Wasser stehen. Es geht einzig und allein um die aufsteigende Feuchtigkeit.

Sollte die Spathiphyllum Pflanze dauerhaft mit braunen Spitzen reagieren, dann ist die Luftfeuchtigkeit im Raum zu gering. Hier hilft ein Wassersprüher, mit dem die Blätter besprüht werden.

Tipp: Nicht die Blüten mit Wasser oder Dünger besprühen, da sie ansonsten Flecken bekommen!

Düngen

Die Wachstumsphase des Spathiphyllums, Einblatts beginnt im Frühjahr. Dies ist der richtige Zeitpunkt, die Pflanze mit Nährstoffen zu versorgen. Ein handelsüblicher Flüssigdünger wird dem Gießwasser ca. alle 14 Tage zugegeben. Dabei unbedingt auf die angegebene Konzentration achten und dementsprechend düngen.

Das Spathiphyllum reagiert empfindlich auf Salz. Daher sollte immer auf feuchte Erde gedüngt werden, so  wird der Dünger besser verteilt und die Wurzeln nehmen die Nährstoffe besser auf. Steht das Einblatt im Winter sehr warm, hilft auch hier eine einmalige Unterstützung mit Dünger im Monat.

Bilden sich kleine braune Punkte auf den Blättern des Einblatts, hat sie zu viel Dünger bekommen. Beim nächsten Düngetermin sollte daher die Konzentration reduziert werden. Besser noch: Die Pflanze sofort umtopfen, damit sich die Pflanze schnell wieder erholen kann.

Anzucht

Theoretisch kann aus den Samen der Pflanze eine neue Anzucht begonnen werden. Die Keimung erfolgt in einem sogenannten Vermehrungskasten bei Temperaturen von ca. 25 °C und hoher Luftfeuchtigkeit. Nach der Keimung wird die Jungpflanze vorerst in einen kleinen Ballen mit torfhaltiger Erde gepflanzt und entwickelt hier kräftige Wurzeln. Erst später wird sie dann in einen Blumentopf umgepflanzt. Es ist jedoch schwierig, Samen des Einblatts zu bekommen.

Umtopfen

Je nachdem, wo sich das Einblatt (Spathiphyllum) befindet, wird sie sich entwickeln. In hellen Räumen wächst sie schneller heran als an einem schattigen Standort. Die Pflanzen werden meist in Töpfen von 20 Zentimeter verkauft und je nach Raumbedingungen kann ein Umtopfen im Frühjahr notwendig werden. Sie erkennen es daran, dass die Wurzeln aus dem Topf herauswachsen. Mit der Zeit wird das Einblatt sehr buschig, dann kann es in einen größeren Topf umgetopft oder geteilt werden.

Soll die Spathiphyllum Pflanze so groß bleiben, wird sie in einen neuen Pflanztopf gegeben, der mindestens zwei Finger breiter ist als der bisherige. Ein Teil der alten Erde wird vorsichtig abgeklopft, frische Blumenerde wird in den Topf gegeben. Dann wird die Pflanze eingesetzt und angegossen. Alternativ können Sie das Einblatt auch teilen. Lesen Sie dazu bitte im nächsten Kapitel „Vermehrung“ weiter.

Überwintern

Der Wintergarten ist für das Spathiphyllum definitiv zu kalt. Diese schöne Zierpflanze benötigt wenigstens 15 °C und die bereits angesprochene Luftfeuchtigkeit. Bei kühleren Temperaturen wird sie schnell die Blätter hängen lassen. Ein warmer Raum ist ideal, es wird nach wie vor regelmäßig gegossen, aber nicht gedüngt.

Für die Überwinterung des Einblatts:

  • einen warmen Raum wählen mit Temperaturen von wenigstens 15 °C
  • gleichmäßig weiter gießen
  • nicht düngen
  • darf gern im Schatten stehen

Spathiphyllum mit langen, glänzenden und sattgrünen Blättern

Schneiden

Das Einblatt (Spathiphyllum) wird nicht geschnitten. Nur vertrocknete oder verblühte Pflanzenteile werden mit einer Schere entfernt.

Vermehrung

Die Vermehrung des Einblatts (Spathiphyllum) gelingt durch die Teilung der Pflanzen. Wenn diese nach ein bis zwei Jahren eine stattliche Größe erreicht haben, können Sie aus einer Pflanze zwei machen. Die Pflanze wird aus dem Topf genommen und die alte Erde abgeschüttelt. Dann wird die Pflanze an den Wurzeln vorsichtig getrennt, sodass zwei Hälften entstehen.

Einmal bei der Arbeit der Teilung können Sie daraus natürlich auch mehrere Pflanzen teilen. Sollten sich kleine Pflanzenteile lösen, können diese in ein Wasserglas gestellt werden, wo sie Wurzeln bilden und später eingetopft werden können.

Schädlinge

Beim Einblatt handelt es sich grundsätzlich um eine robuste Pflanze, die nicht sehr häufig von Krankheiten oder Schädlingen heimgesucht wird. Dennoch sollte auf einige Dinge geachtet werden.

Je nachdem wie hoch die Luftfeuchtigkeit ist, kann das Einblatt, Spathiphyllum zuweilen von der roten Spinne befallen werden. Diese Tiere suchen die Pflanze immer dann auf, wenn die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist! Um dies zu vermeiden hilft ein Wassersprüher, so kann die Pflanze täglich oder alle zwei Tage besprüht werden.

Die Unterseite der Blätter sollten auf die Spinnmilbe kontrolliert werden. Hier hilft eine gründliche Dusche in der Badewanne oder das Besprühen mit einer leichten Seifenlauge. Weitere Schädlinge suchen das Einblatt nicht auf.

Einblatt, Spathiphyllum

Krankheiten

Braune Blattspitzen sind ein häufig gesehenes Problem. Sie zeigen immer eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit an. Wenn Sie keine zu hohe Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen möchten, sollten Sie die Spathiphyllum Pflanze immer wieder etwas besprühen. Dabei imitieren Sie sozusagen die klimatischen Verhältnisse der Tropen nach. Nach kurzer Zeit sollte es keine neuen braunen Spitzen mehr geben.

Anders sieht es mit braunen Punkten auf den Blättern aus. Sie zeigen an, dass hier zu viel gedüngt wurde. Das Spathiphyllum reagiert empfindlich auf Salze, weshalb hier keine Düngestäbchen zu empfehlen sind. Ferner sollte immer erst nach dem Gießen gedüngt werden. Andererseits nehmen die Wurzeln sofort den Dünger in konzentrierter Form auf, was zu den dunklen Punkten auf den Blättern führt.

Die hohe Luftfeuchtigkeit kann zu einem Pilzbefall führen. Um dies zu verhindern, sollte der Topf gut durchlüftet sein. Eine Drainage aus kleinen Steinen, Blähton oder Tonscherben sorgt für die umfassende Belüftung und reduziert das Risiko eines Pilzbefalls.

Sorten

Bekannt sind ca. 50 Arten des Einblatts, Spathiphyllums. Im Handel werden sie häufig mit ihrem botanischen Namen Spathiphyllum angeboten.

Dazu gehören:

Spathiphyllum patinii:

  • die mit langen schmalen Blättern heranwächst und ähnliche Blüten wie die Spathiphyllum floribundum präsentiert

Spathiphyllum floribundum:

  • sie ist die häufigste Art der Kultivierung bei uns, mit leuchtend weißen Blütenblättern und einem Blütenkolben in hellem Gelb

Spathiphyllum wallisii:

  • sie gehört zu den großen Einblatt-Arten. Hier wachsen kurze Blütenkolben heran

Spathiphyllum Sweet Paco:

  • verführt mit einem leichtem Hauch von Vanilleduft und wirkt daher wie ein natürlicher Lufterfrischer

Spathiphyllum montanum:

  • wächst bis heute noch in den Wäldern von Panama und Costa Rica, mit einer bezaubernden weißen Blüte und wunderschönen Grün glänzenden Blättern