Die Kapuzinerkresse ist einfach zauberhaft und dazu noch sehr pflegeleicht. Zahlreich üppig blühende Blüten in sanften Farben erobern das Gartenbild für sich. Aufgrund ihres charmanten Erscheinungsbildes wird sie von vielen Gartenliebhabern geschätzt. Nicht zuletzt zählt die einjährige Kapuzinerkresse auch zu den essbaren Blüten. Innerhalb der Gruppe von Heilpflanzen war die Große Kapuzinerkresse sogar die gewählte „Arzneipflanze des Jahres 2013“.

Kapuzinerkresse oder auch bekannt als Tropaeolum bekannt, ist vielfältig einsetzbar. Selbst wenn Ihnen kein eigener Garten zur Verfügung steht, können Sie dieses schöne Sommergewächs auf Ihrem Balkon genießen. Die unterschiedlichen Blüten in Gelb, Orange und Rot sind sehr dekorativ und kombinierbar mit anderen Blumen oder Gemüsepflanzen. Zusätzlich sind nicht nur die Blüten essbar, sondern auch ihre weichen Blätter sowie die Früchte. Generell gibt es niedrig wachsende oder rankende Sorten zur individuellen des Gartens oder des Balkons.

Kapuzinerli

Steckbrief

  • Pflanzenfamilie: Kapuzinerkressengewächse
  • Gattung: Kapuzinerkressen
  • Art: Kapuzinerkressen (Tropaeolum)
  • Trivialnamen: Kapuzinerli, Salatblume, Gelbes Vögerli
  • Herkunft: Süd- und Mittelamerika, Mexiko, Argentinien
  • kletternde bis kriechende Pflanze, saftig, ein- bis mehrjährig und krautig
  • Wuchshöhe: je nach Art von 20 cm bis zu 2 Meter
  • Blütezeit von Mai/Juni bis Oktober
  • dauerblühende Kletterpflanze mit essbaren Blüten in verschiedenen Farben
  • auch als Bodendecker, Nutz- und Zierpflanze zu verwenden
  • einjährige Wildkräuter, Gewürz- und Arzneipflanzen

Im Garten findet die Tropaeolum nahezu überall einen Platz; im Staudenbeet, dem Naturgarten als Bodendecker, Platzhalter oder sogar, um den Kompost ansehnlicher zu machen. Diese einfache wie wunderschöne Pflanze verzückt dabei mit Sinnlichkeit, die nicht zuletzt der gegebenen Farbpracht zu verdanken ist. Selbst dem ungeübten Hobbygärtner gelingt die Aufzucht und Pflege der Kapuzinerkresse. Wir zeigen Ihnen, wie die hübsche Salatblume zum Prunkstück in Ihrem Garten wird.

Pflege-Anleitung

Diese anspruchslose Pflanze wird Ihnen während der Gartensaison viel Freude machen. Folgen Sie einfach unserer Pflege-Anleitung für die Kapuzinerkresse.

Arten

In der botanischen Fachwelt werden acht Arten der Kapuzinerkresse als Zierpflanze gezählt, eine weitere Art dient Nahrungszwecken. Die Große Kapuzinerkresse ist zum Verzehr geeignet, einzelne Pflanzenteile werden arzneilich genutzt. Sie kennen die Große Kapuzinerkresse wahrscheinlich, denn sie blüht mit leuchtend gelben, orangen und roten Blüten.

Salatblume

Die Kleine Kapuzinerkresse wiederum ist die niedrig wachsende Art mit auffällig dunkelgrünem Blattlaub und einem Hauch von Bronze. Leicht zu erkennen an den wundervollen, samtroten Blüten wird sie im Laufe des Sommers zu einem ganz besonderen Blickfang.

Die Kleine Kapuzinerkresse wächst:

  • mit roten Blüten
  • buschig und sehr niedrig
  • eignet sich sehr gut als Bodendecker und Vordergrundbepflanzung

Eine weitere, aus den Anden stammende Sorte ist die Knollige Kapuzinerkresse. Für die Gourmets und Hobbyköche unter den Gärtnern eine interessante Variante. Noch heute wird sie in Südamerika als Nahrungsmittel verwendet und findet auch in unseren Breitengraden immer mehr Beachtung.

Standort

Standort

Das intensive Farbenspiel der Kapuzinerkresse benötigt natürlichen einen sonnigen Standort. Ideal ist ein vollsonniger Platz, doch auch im Halbschatten fühlt sie sich wohl. Bei zu viel Schatten sucht sich die kriechende Pflanze den Weg zu den sonnigen Plätzen. Der Platz am Kompost, der meist im Halbschatten liegt, ist daher ebenfalls gut geeignet.

Bodenbeschaffenheit

Es gibt nur wenige Gewächse im Garten, die selbst auf einem mageren Boden gedeihen. Die Kapuzinerkresse ist das beste Beispiel dafür. Je magerer, desto mehr Blüten! Sie bevorzugt schwere Lehmböden, insbesondere dann, wenn diese anteilig mit Kalk oder Sand vermischt sind. Darüber hinaus gedeiht sie als Allroundtalent auch in der Mischkultur mit Rosen oder Kohlgewächsen. Im Grunde genommen wächst die Kapuzinerkresse auf fast jedem Boden.

Kapuzinerkresse im Beet

Merken Sie sich:

  • sonnige Standorte mit nährstoffreichem und leicht feuchten Böden
  • zu sandige und daher trockene Böden sind ungeeignet
  • sandige Böden mit Kompost und Bodenhilfsstoffen anreichern

Substrat

Nutzen Sie den frischen Humus Ihres Kompostes, um die Qualität sandiger Böden zu verbessern. Zusätzlich können Sie im Sinne des Umweltschutzes torffreie Erden, Perlite, Rindenhumus oder Kokosfasern zur Verbesserung der Bodenstruktur nutzen.

Aussaat

Aussaat

Auch hier punktet die Kapuzinerkresse mit einfacher Handhabung. Sie muss nicht lange vorgezogen werden, sondern wird direkt in das Freiland oder den Pflanztopf gegeben. Um sich einen Vorsprung zu verschaffen, können die ersten Pflanzen natürlich im März vorziehen und nach dem Keimen ins Freie pflanzen. Wählen Sie in beiden Fällen den Termin nach den Eisheiligen, denn Bodenfrost vertragen die kleinen Pflänzchen nicht. Bohren Sie ein kleines Pflanzloch und geben Sie zwei bis drei der Samen hinein. Danach die Aussaat feucht aber nicht nass halten.

Anzucht im Beet oder Kübel

Alternativ bietet der Handel nach den Eisheiligen im Mai schon fertige Jungpflanzen an. Jetzt können kahle Stellen im Garten bepflanzt werden, auch Rosen freuen sich über den hübschen Begleiter. Die niedrig wachsenden Sorten der Kapuzinerkresse sind ideal, um einen Platz im Balkonkasten zu erhalten. Es handelt sich bei der Tropaeolum um Dunkelkeimer. Das bedeutet, dass die Samen im Freiland oder im Anzuchttopf ca. zwei Zentimeter mit Erde bedeckt werden. Schon nach rund zwei Wochen können Sie die ersten Keimblätter sehen.

Pflanzen und Umtopfen

Das Umpflanzen der Kapuzinerkresse wird nur selten notwendig sein, da die schnell wachsende Pflanze nach einiger viel Platz beansprucht. Sie sollten nach dem Kauf einer Jungpflanze daher nicht lange warten, um sie in das Gartenbeet oder einen größeren Kübel umzupflanzen. Bedenken Sie auch, dass die Pflanzen schon nach kurzer Zeit eine beachtliche Größe erreichen und der Pflanztopf dementsprechend groß sein sollte, um nicht umzukippen.

Gießen

Beim Gießen der Kapuzinerkresse brauchen Sie ein glückliches Händchen. Denn es gilt, sie nicht in zu viel Wasser zu ertränken oder sie austrocknen zu lassen. Der Boden sollte immer gleichmäßig feucht sein. Hier wird sich schnell zeigen, ob der Erdboden zu sandig ist, denn dann trocknen die Pflanzen schnell aus. Achten Sie auf:

  • Hängende Blätter der Kapuzinerkresse – Gießen ist notwendig!
  • Wässern sie am frühen Morgen oder am späten Nachmittag
  • Prüfen Sie mit der Fingerprobe vor dem Gießen den Feuchtigkeitsgehalt

Düngen

Die Kapuzinerkresse ist recht anspruchslos und wird schon im normalen Gartenboden gut gedeihen.

Gelbes Vögerli

Sofern Sie die Blüten und Blätter Ihrer Kapuzinerkresse verzehren möchten, sollten Sie natürlich nur biologische Dünger verwenden – wenn überhaupt. Die ideale Düngung ist eine Portion von frischem Humus, der im Frühjahr in den Boden eingearbeitet wird. Wenn Sie diesen Arbeitsschritt schon einige Wochen vor dem Pflanztermin erledigen, haben Sie die beste Ausgangslage für eine herrlich große Kapuzinerkresse mit leuchtenden Blüten.

Im Balkonkasten

Je nachdem, ob Ihre Kapuzinerkresse nur dekorativen Nutzen hat, können Sie die Pflanze mit einem Düngestäbchen oder einem Flüssigdünger versorgen. Achten Sie dabei auf die Herstellerangaben. Möchten Sie Blätter und Blüten jedoch essen, müssen Sie für eine gute Basis sorgen. Geben Sie der Erde vor dem Einpflanzen ein paar Hornspäne hinzu, die hervorragend als Langzeitdünger fungieren.

Schneiden

Als große bzw. rankende Pflanze wird die Kapuzinerkresse eigentlich nicht geschnitten. Nicht nur der dekorative Effekt würde zerstört werden, denn Sie können letztendlich auch bis in den späten Herbst die schönen Blüten und Blätter ernten. Darüber hinaus hat die Kapuzinerkresse sehr nützliche Effekte, weshalb sie nicht geschnitten werden sollte.

Nutzeffekte

  • sehr gutes Gestaltungselement an Zäunen, Spalieren und Ranken
  • bietet Sichtschutz auch am Kompost oder der Mülltonnenverkleidung
  • dient mit aromatischem Geruch als Duftpflanze
  • der Duft vertreibt gleichzeitig Blatt- und Schildläuse, Kohlweißlinge und Ameisen
  • auch Schnecken mögen die Kapuzinerkresse gar nicht
  • daher eignet sie sich als perfekter Gemüsenachbar im Beet

Kapuzinerkresse auf dem Kompost

Ebenso können Schädlinge an Obstbäumen mit der Kapuzinerkresse auf natürliche Art vertrieben werden. Auf eine Baumscheibe gesät, wächst die Pflanze in den oberen Bereichen und verscheucht ungeliebte Blattläuse.

Überwinterung

Als einjährige Pflanze kann die Kapuzinerkresse den kalten Winter nicht überleben. Sammeln Sie jedoch die Samen, die im nächsten Frühjahr wieder eingepflanzt werden können. Selbst herabgefallene Samen können im Boden überleben und keimen dann im Frühjahr von ganz allein. Im späten Herbst werden die Pflanzenteile entfernt und haben weiteren Nutzen auf dem Kompost.

Vermehrung

Die Vermehrung erfolgt nur über die Samen. Lesen Sie hierzu den Abschnitt Aussaat und Anzucht.

Krankheiten

Krankheiten sind kaum bekannt. Es sind eher die Schädlinge, die der Kapuzinerkresse das Leben schwer machen.

Schädlinge

Befallen werden kann die Kapuzinerkresse von der Raupe des Großen Kohlweißlings. Sehr beliebt ist die Pflanze bei Blattläusen jeder Art. Dies kann gezielt als Vorteil genutzt werden, um Läuse und andere Schädlinge von Ihren Nutzpflanzen oder Blumen fernzuhalten. Bei den niederen Arten der Kapuzinerkresse lassen sich Schnecken gern unter den großen Blättern nieder. Eine einfache Schneckenfalle, denn so brauchen Sie diese am Abend einfach nur Absammeln und Gemüsepflanzen werden geschützt.

Ob Sie Blattläuse entfernen, liegt in Ihrem Ermessen. Denn wenn Sie die Blätter essen möchten, kommt hier wohl keine Chemiekeule zum Zug. Auch die bekannte Seifenlösung mit Spiritus ist zum späteren Zeitpunkt nicht wirklich schmackhaft. Versuchen Sie es mit einer kalten Dusche, um die Blattläuse zu entfernen. Andererseits bleibt Ihnen die Möglichkeit, die Blattläuse erst bei der Ernte abzuwaschen. So bleibt Ihnen der natürliche Geschmack ohne unerwünschte Ablagerungen von Seife erhalten.

Kapuzinerli im Beet